KI.RPA
Desktop activity mining
Das Projekt KI.RPA entwickelt ein intelligentes Softwaresystem, das Geschäftsprozesse automatisch erkennt, erlernt und in Robotic Process Automation (RPA) überführt. Ziel ist es, Unternehmen – insbesondere kleine und mittlere Betriebe – bei der Automatisierung repetitiver Arbeitsabläufe zu unterstützen und Mitarbeitende von monotonen Aufgaben zu entlasten.
Durch die Kombination von Desktop Activity Mining, KI-gestützter Prozessanalyse und automatisierter Konfiguration von Software-Robotern entsteht ein System, das Prozesswissen nicht nur erfasst, sondern auch selbstständig in ausführbare Automatisierungen umsetzt. Bildschirmaktionen wie Mausklicks, Texteingaben oder Programmaufrufe werden konsolidiert, anonymisiert und zu validen Geschäftsprozessen zusammengeführt. KI.RPA schlägt damit die Brücke zwischen der passiven Prozesserfassung und der aktiven Prozessautomatisierung – ohne manuellen Konfigurationsaufwand. Unternehmen profitieren von reduzierten Prozesskosten, schneller Umsetzung und einem klar messbaren ROI. Gleichzeitig werden Ressourcen freigesetzt, um sich stärker auf kreative, wertschöpfende Tätigkeiten zu konzentrieren.
Unsere Rolle im Projekt
Im Projekt verantwortet das August-Wilhelm Scheer Institut die Konzeption und Entwicklung zentraler Systemkomponenten. Dazu zählt die automatisierte Prozesserfassung. Hierbei werden mittels Künstlicher Intelligenz relevante Prozessinformationen automatisiert, identifiziert und durch Desktop Activity Mining (DAM) erfasst.
Darauf aufbauend gestalten wir ein flexibles Datenmodell sowie eine benutzerfreundliche Oberfläche, über die sich Prozesse intuitiv darstellen, anpassen und automatisiert umsetzen lassen.
Die Ausgangssituation
Der Handlungsbedarf im Überblick
Immer kürzer werdende Entwicklungszyklen, Kosteneinsparungen und höhere Anforderungen an Service- oder Produktqualität stellen Unternehmen vor die Herausforderung ihre Ressourcen mithilfe der Digitalisierung effizienter einzusetzen.
Robotic Process Automation (RPA) ahmt die menschliche Interaktion mit Benutzerschnittstellen (z. B. am Bildschirm oder Tastatur) nach und bietet somit eine Möglichkeit die menschliche Arbeitskraft von monotonen Aufgaben zu befreien und für wertschöpfende Aufgaben einzusetzen. Gegenüber menschlichen Eingaben bieten Softwareroboter bei sich wiederholenden Prozessen einen reiferen, skalierbaren und verlässlicheren Ansatz. Allerdings stellen heutige Lösungen zur Prozessautomatisierung einen erheblichen manuellen Aufwand dar, da die Geschäftsprozesse entweder erfasst und sauber dokumentiert oder von einem Domänenexperten ausgearbeitet werden müssen, um den Softwareroboter anschließend manuell zu konfigurieren.
ROI: 650% in 3 Jahren
Monotone Aufgaben: 80% der Arbeitszeit
Unser Lösungsansatz im Fokus
Als Förderprojekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) hat KI.RPA das Ziel, ein intelligentes Softwaresystem zu entwickeln, das Prozesswissen erfasst, verarbeitet, den zugrundeliegenden Prozess selbständig erlernt und automatisiert ausführt. Dadurch werden Prozesskosten in erheblichem Maße gespart, da Routineaufgaben nicht länger von Mitarbeitern abgearbeitet werden müssen und die somit mehr Zeit für anspruchsvolle, kreative Aufgaben haben. Durch die automatisierte Erfassung und ein selbstlernendes System, werden insbesondere KMUs durch intelligente Lösungen gestärkt und somit ein gesamtwirtschaftlicher Nutzen erzielt.
Erfasst werden die Bildschirmaktionen aller beteiligten Mitarbeiter, wie z. B. Texteingaben, Mausklicks oder Programmaufrufe. Diese werden konsolidiert zu einem Geschäftsprozess zusammengefasst. Das im Hintergrund laufende Aufnahmeprogramm, erfasst, identifiziert und anonymisiert die relevanten Prozessaktionen. Um darauf aufbauend den Softwareroboter zu trainieren, wird ein geeignetes Datenmodell zur Spiegelung der erfassten Prozessinformation eingesetzt. So wird eine Brücke geschlagen zwischen der automatisierten Prozesserfassung und der Überführung in einen Softwareroboter.
Förderhinweis
Das Projekt KI.RPA ist gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.